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LinkedIn-Strategie für Unternehmen

17. Sept.
3 Min. Lesezeit

Warum Unternehmensseite, Geschäftsführung und Mitarbeitende zusammenspielen müssen


„Lasst uns mal eine Unternehmensseite erstellen.“ So fängt bei vielen Unternehmen der LinkedIn-Auftritt an. Und damit kommen meistens auch viel Frust. Denn die Erwartung ist große Reichweite, Anfragen und Bewerbungen zu erhalten – aber am Ende werden einfach nur viel Zeit und Energie in ein Projekt gesteckt, das keinen Erfolg bringt. Das bedeutet nicht, dass eine Unternehmensseite per sé keinen Erfolg bringt. Im Gegenteil! Du solltest LinkedIn in deiner Unternehmensstrategie jedoch als System denken und nicht als einzelne Account-Typen.


Matheis Marketing Team


Warum eine Unternehmensseite allein nicht reicht


Marketingpost auf Linkedin
KI-generiert (Claude)

Die Unternehmensseite wirkt häufig wie eine zweite Website, ein Ort für Pressemitteilungen– oder ist gleich komplett KI-generiert und aufgebaut wie ein Marketingkatalog. Meist machen Unternehmen den Fehler, immer offiziell und faktenorientiert zu kommunizieren, ohne echte Gesichter oder Einblicke zu zeigen. Das schreckt auf LinkedIn eher ab, statt Vertrauen aufzubauen. Außerdem bekommen persönliche Profile häufig mehr Reichweite als Unternehmensseiten. „Menschen folgen Menschen und nicht Logos“, sagt man ja so schön.





LinkedIn ist kein einzelner Kanal, sondern ein System


Darum ist die Lösung: LinkedIn nicht (nur) über eine Unternehmensseite bespielen. Die LinkedIn-Strategie muss als System gedacht werden, damit sie wirklich aufgeht. Nur so lassen sich alle Vorteile, die persönliche Profile und die Unternehmensseite bieten, auch nutzen. Wenn also die Unternehmensseite, der Account der Geschäftsführung und die Accounts der Mitarbeitenden als Corporate Influencer gut genutzt werden, kann das maximale Potenzial aus LinkedIn rausgeholt werden.



LinkedIn-Strategie für Unternehmen: Die drei Ebenen im Detail


Unternehmensseite


Sie ist der offizielle Anlaufpunkt und bekommt trotzdem meistens am wenigsten Aufmerksamkeit. Reine Produktfotos, Stockfotos oder „Wir freuen uns, bekannt zu geben...“-Sprache klingen offiziell, poliert und komplett gesichtslos. Eine gut bespielte Unternehmensseite zeigt stattdessen auch die Menschen dahinter, z. B. wie Projekte in der Praxis umgesetzt werden, wie der Teamspirit ist und was hinter den Kulissen passiert.



Geschäftsführung


Anders als die Unternehmensseite kommuniziert die Geschäftsführung nicht offiziell und faktenorientiert, sondern persönlich. Im Fokus stehen Vision, Haltung und Werte. Wie stark echte Einblicke aus dem operativen Alltag mit reinfließen, hängt von der Unternehmensgröße ab. Konkreter Tipp: 1 bis 3 Content-Säulen festlegen, die ihr abwechselnd bespielt, z. B. Brancheneinblicke, Unternehmensinsights und Leadership. Und: Es lohnt sich, regelmäßig kurz miteinander zu sprechen, um die echte Meinung und Erfahrung der Geschäftsführung einzuholen, statt das Profil komplett vom Marketing mit generischen Erfolgsmeldungen bespielen zu lassen.


Mitarbeitende (Corporate Influencer)


Sie sind die Basis in diesem Dreiklang und bringen das mit, was eine Unternehmensseite strukturell nicht kann: Nähe. Sie geben Einblicke in den Arbeitsalltag und ihre individuellen Positionen und bauen oft mehr Vertrauen auf als eine Unternehmensseite. Denn sie posten freiwillig auf LinkedIn und haben keine offizielle Sprecherrolle, wie z. B. die Geschäftsführung. Damit sind sie der stärkste Hebel fürs Employer Branding, aber genauso für Sales.


Drei Content-Arten helfen dabei: fachlich (Einblicke ins Projekt), persönlich (der eigene Arbeitsalltag) und Social Proof (zufriedene Kunden, abgeschlossene Projekte). Genauso wichtig wie guter Content sind echte Interaktion und Netzwerkaufbau. Im Idealfall war man über die eigenen Beiträge schon mit jemandem in Kontakt – dann fühlt sich eine Nachricht später nicht wie eine kalte Anfrage an.


Fachlich

Persönlich

Social Proof

  • Herausforderungen der Zielgruppe

  • Fachlicher Mehrwert für die Zielgruppe

  • Branchenneuigkeiten

  • Deine Meinung

  • Erfahrung zum Thema X

  • Erlebnis aus dem Alltag

  • Insights in deine Arbeit

  • Erfolgreiche Projekte

  • Case Studies

  • Webinare

  • Messebesuche

Contentbeispiele für die drei Contentsäulen auf LinkedIn



Wie die drei Ebenen strategisch zusammenwirken


In einer perfekt gedachten LinkedIn-Strategie für Unternehmen funktionieren die drei Ebenen nicht einzeln, sondern im Zusammenspiel. Die Unternehmensseite gibt von außen einen runden Eindruck vom Unternehmen. Die Geschäftsführung legt die Richtung fest. Postet sie selbst authentisch, sinkt die Hürde für Mitarbeitende, es ihr nachzumachen. Und die Mitarbeitenden liefern die fachliche Tiefe und die Nähe zur jeweiligen Zielgruppe, die weder Geschäftsführung noch Unternehmensseite allein abbilden können.


Über die unterschiedlichen Account-Typen holt man Menschen an ganz unterschiedlichen Punkten ab: Oft wird man über ein persönliches Profil auf ein Unternehmen aufmerksam. Kennt man das Unternehmen schon – etwa über eine Stellenausschreibung oder im Rahmen einer Kaufentscheidung – sucht man gezielt nach dem Unternehmensaccount, um einen Eindruck zu bekommen, den die Website so nicht hergibt.



Was das für dein Unternehmen bedeutet


Klar ist: Das kostet Zeit und Ressourcen. Aber es lohnt sich, dieses Investment einzugehen – denn nur so holt ihr Menschen an allen Punkten ab, an denen sie euch begegnen können, und generiert wirklich Reichweite, die am Ende auch zu Anfragen und Bewerbungen führt.

Ein konkreter erster Schritt: Wenn ihr bisher nur die Unternehmensseite bespielt habt, legt euch jetzt ein persönliches Profil an oder optimiert das, was schon da ist.


Wenn ihr dabei Unterstützung benötigt, kontaktiert uns gerne: info@matheismarketing.de














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