Erfolgskontrolle auf LinkedIn
- vor 2 Tagen
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Diese Kennzahlen sind wirklich entscheidend
Personal Branding und Kundengewinnung über LinkedIn sind langfristige Prozesse. Ergebnisse entstehen häufig zeitverzögert und lassen sich nicht immer direkt einzelnen Beiträgen zuordnen.
Umso wichtiger ist es, die richtigen Kennzahlen zu kennen und sie im Kontext der eigenen Ziele zu bewerten. In diesem Artikel erfährst du, welche Metriken wirklich relevant sind, wie du deinen LinkedIn-Erfolg sinnvoll einordnest und worauf es bei der Erfolgskontrolle ankommt.

Warum solltest du deine Erfolge auf LinkedIn messen?
Erfolgsmessung dient zum einen dazu, dich selbst einzuschätzen und deine
Zielgruppe kennenzulernen: Wen erreichst du und wer interagiert mit dir?
Welche Inhalte kommen gut an, welche weniger?
So kannst du entsprechend deine LinkedIn-Strategie anpassen und vor allem den ROI messen: Lohnt sich dein Aufwand langfristig?
Erfolgskontrolle auf LinkedIn: Social-Media-Erfolg ist oft nur schwer direkt messbar
Bei organischem Content auf Social Media lassen sich Erfolge nicht so einfach und direkt messen, wie beispielsweise bei Ads, wo du einen direkten ROI siehst.
Warum?
Verzögerte Effekte:
Beziehungen und Vertrauen bauen sich langsam auf
Die Wirkung deiner Inhalte wird oft erst nach Monaten spürbar
Indirekte Wirkung:
Stille Mitleser (Menschen, die deine Beiträge lesen, aber nie liken oder kommentieren) sind nicht sichtbar und messbar
Multiplikatoreffekte:
Ein Kontakt kann durch mehrere Touchpoints entstehen (z. B. 10 Beiträge gesehen, zum Newsletter angemeldet, dann 2 Monate später ein Meeting vereinbart, weil er dich noch im Kopf hatte und jetzt Bedarf hatte)
Personal Branding ist ein Longterm-Game!
Vertrauen baut sich über Wochen und Monate auf, genauso wie sich Kontakte und dein Netzwerk sich über Monate entwickeln. Dabei ist ganz wichtig: Kontinuität schlägt kurzfristige Erfolge.
Deine Ziele bestimmen deine Kennzahlen
Bevor du Zahlen bewertest, brauchst du Klarheit: Was willst du überhaupt erreichen? Mache dir zuerst deine Ziele klar, um dich auf die richtigen Erfolgsindikatoren für dich zu fokussieren.
Beispiele:
Recruiting → Talente gewinnen
Kundengewinnung → Leads & Anfragen generieren
Sichtbarkeit → Expertenstatus aufbauen, Engagement und Reichweite erzielen
Die wichtigsten LinkedIn-Kennzahlen
Jetzt zu dem entscheidenden Teil: Nicht alle Kennzahlen sind gleich wichtig. Je nach Ziel können andere Zahlen wichtiger für dich sein. Hier sind die Kennzahlen, auf die du dich fokussieren kannst:
1. Impressions & erreichte Mitglieder
Impressions gelten als der Indikator für Reichweite. Sie hängen eng zusammen mit den erreichten Mitgliedern.
Impressions: Wie oft dein Beitrag angezeigt wurde (zählt ab dem Punkt, wo dein Beitrag 50 % auf einem Display angezeigt wurde ➡️ eine Person kann mehrere Impressions auslösen)
Erreichte Mitglieder: Wie viele einzelne Personen du erreicht hast
2. Engagement
Darunter versteht man die Interaktionen mit deinem Beitrag (Likes, Kommentare, wie oft ein Beitrag geteilt, gespeichert oder repostet wurde).
Was bedeutet das? Relevanz für die Zielgruppe:
Viele Kommentare = Thema trifft einen Nerv
Viele Likes = Content wird als gut wahrgenommen
Shares, Saves, Reposts = besonders wertvoll (hoher Trust-Faktor)
Damit zusammen hängt die Engagement Rate: Sie misst die Interaktionen im Vergleich zur Reichweite: (Interaktionen / Impressionen) × 100
Als Faustregel kannst du dir merken: Ein hohes Engagement zeigt, dass deine Inhalte nicht nur sichtbar, sondern auch relevant sind.
Die Kennzahlen kannst du dir für einen bestimmten Zeitraum und auf Beitragsebene für jeden einzelnen Post ausgeben lassen.

3. Followerwachstum
Neue Follower und Kontakte zeigen, dass deine Community wächst und dein Content die richtigen Menschen anzieht. Wichtig: Qualität > Quantität. Die richtigen 1.000 Follower sind mehr wert als 10.000 irrelevante.
4. Profilaufrufe / Profilansichten
Diese beiden Kennzahlen sind nicht dasselbe, auch wenn sie sehr ähnlich klingen.
Profilaufrufe: Wie viele Personen dein Profil besuchen Profilansichten: Wie oft dein Profil angezeigt wird (z. B. im Feed oder über Kommentare)
Während die Profilansichten eher ein Indikator für Reichweite sind, kennzeichnen die Profilaufrufe das Interesse an deiner Person. Denn Menschen klicken auf dein Profil, wenn sie:
dich spannend finden
mehr über dich erfahren wollen
potenziell mit dir arbeiten möchten.
Wer genau dein Profil in den letzten 90 Tagen angeschaut hat, kannst du nur mit einem Premium-Profil sehen.

5: Anfragen & Bewerbungen
Am Ende sind weder Reichweite noch Engagement entscheidend, sondern das was ganz am Ende herauskommt - abhängig von deinem Ziel.
Das können sein:
Kundenanfragen
Bewerbungen
Kooperationsanfragen
Einladungen zu Gesprächen oder Events
Das ist der eigentliche ROI deiner LinkedIn-Aktivität.
Erfolg zeigt sich auch außerhalb von LinkedIn
Neben all den Kennzahlen gibt es weitere Erfolgsindikatoren, die du nicht unterschätzen solltest:
Spannende Kontakte, Freundschaften und Unterhaltungen
Kooperationen und neue GeschäftspartnerInnen
Einladungen zu Events, Podcasts, Netzwerken
Tipps und neue Insights, die du erhalten hast
Kundenanfragen und Bewerbungen
positives Feedback
...
Diese sind oft nicht direkt oder in Zahlen messbar.
Tipp: Schaue einmal im Quartal auf deine Kennzahlen und reflektiere auch deine nicht durch Kennzahlen messbaren Erfolge. Eine Excel oder PPT kann dir zur Übersicht helfen.
Wenn du eine Analyse deines Profils möchtest, unterstützen wir dich sehr gerne!
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